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EMILY BISGAARD

Art in Play

Im Werk der in Kopenhagen lebenden Künstlerin Emily Bisgaard haben Kunst und Sport eine gemeinsame Basis. Beide werden von Neugier, Disziplin und dem Mut angetrieben, Konventionen in Frage zu stellen.

Wir sprachen mit Emily über die Erfahrungen, die ihre Bildsprache geprägt haben, ihre Zusammenarbeit mit adidas und darüber, was passiert, wenn ein Kunstwerk die Leinwand verlässt und zu einem greifbaren Bestandteil der Inneneinrichtung wird.

Sport und Fußball haben in Ihrem Leben eine große Rolle gespielt. Wann kam die Kunst ins Spiel, und wie haben sich diese beiden Welten gegenseitig geprägt?

Als junge Menschen verließen meine Eltern Dänemark mit dem Wunsch, die Welt zu erleben und von ihr zu lernen. Ich bin hauptsächlich in Hongkong, aber auch in den Niederlanden und in London aufgewachsen. Meine Eltern haben mir die Haltung vermittelt, die für mich Kunst ausmacht: Mut und Neugier. Schon als Kind und mein ganzes Leben lang habe ich verschiedene Sportarten ausgeübt, was mich als Person tief geprägt hat. Sowohl Kunst als auch Sport sind Bereiche, die Disziplin erfordern, in denen man sich Herausforderungen stellen und Überraschungen erleben wird. Genau das finde ich interessant: zu hinterfragen und zu erforschen, wie wir uns einbringen. Wer und was wird einbezogen, und warum oder warum nicht? Sport und Kunst liefern mir die Fragen und die Möglichkeit, diese Ideen zu erkunden.

Ihre Arbeiten zeichnen sich durch eine ganz eigene Bildsprache aus. Wie würden Sie Ihren künstlerischen Ansatz beschreiben, und was ist meist der Anstoß für ein neues Werk oder eine neue Idee?

Beim Malen verspüre ich eine gewisse Dringlichkeit, und ich fühle mich von Unvollkommenheit angezogen. Ich versuche, nicht zu viel nachzudenken. Manchmal habe ich eine Idee im Kopf und lasse sie Gestalt annehmen, und manchmal fange ich einfach an. Neue Ideen entstehen oft aus der Auseinandersetzung mit meiner eigenen Identität. Ich fühle mich verpflichtet, das Vermächtnis derjenigen Frauen in Kunst und Sport fortzuführen, die vor mir den Weg geebnet haben.

Wie kam es zu der Zusammenarbeit mit dem adidas-Store in Kopenhagen, und was hat Sie zu den Kunstwerken inspiriert, die Sie für diesen Raum geschaffen haben?

Adidas hat mich kontaktiert und mir eine Zusammenarbeit für ihren neuen Brand Center Store in Kopenhagen vorgeschlagen. Sie beauftragten mich mit sieben Gemälden, die einen Bezug zur Stadt und zu verschiedenen Sportarten wie Fußball, Laufen usw. herstellen sollten. Es war ein Traum und ein Privileg, Kunstwerke für Adidas zu erschaffen.

Für den adidas-Store in Kopenhagen wurde eines Ihrer Kunstwerke in einen Teppich umgesetzt – ein völlig neues Material und Format für Ihre Arbeit. Wie war es für Sie, zu erleben, wie Ihre Kunst vom Kunstwerk zu einem greifbaren Bestandteil der Inneneinrichtung wurde?

Das ist fantastisch. Ich glaube, dass unterschiedliche Materialien und Formen einem Kunstwerk immer neue Perspektiven verleihen. Da man auf dem Teppich laufen kann und das Gemälde ein Team darstellt, bin ich gespannt, wie diese Verbindung dazu beitragen kann, ein Gefühl der Zugehörigkeit in diesem Raum zu schaffen.

Wenn Menschen mit Ihrer Arbeit in Berührung kommen – sei es als Kunstwerk oder nun als Teppich unter ihren Füßen –, was hoffen Sie, dass sie dabei mitnehmen?

Ich hoffe, dass meine Kunst die Menschen einander näherbringt, Brücken baut und uns dazu anregt, darüber nachzudenken, wie wir anderen mehr Raum geben können.

Artworks 01: FCK | 02: Language of Friends | 03: Seeds of Knowledge

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adidas, Kopenhagen

Im neuen adidas Store in Kopenhagen wird der Boden Teil der visuellen Inszenierung und bringt die Geschichte der Marke und ihre ikonischen Produkte auf unerwartete Weise in den Raum.

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